31.3.07

Ich habe ein Ganglion (hört sich weniger unsexy an als "Überbein") und muß zwei Wochen meine linke Hand, mit der ich auch schreibe, schonen. Für alle, die mal ein wenig Abwechslung im Leben brauchen: einfach mal mit der anderen Hand Zähne putzen, Haare bürsten, schreiben- das fetzt! Gestern hat mir ein Mann auf der Total Confusion ein Kompliment über mein Kleid gemacht, es sei so "Jil Sander mäßig" das kann ich zwar nicht finden, war aber sehr nett. Dieser Mann war eindeutig nicht heterosexuell. Danach setze sich ein anderer, diesmal heterosexueller Mann neben mich und fragte betrunken: "Darf ich dich anfassen?" Ich sagt nein. "Wirklich nicht?" nach dieser Frage verließ ich den gemütlichen Couchplatz und dachte, irgendwie wissen Schwule die Frauenwelt mittlerweile mehr zu schätzen als die meisten Hetero-Männer.

28.3.07

Der gute Paul hat endlich seine eigene Homepage, auf der man seine Beats belauschen kann.

27.3.07

Wilhelmshaven- Du grüngraue Stadt am Meer, hast dich mir von deiner sonnigsten Seite gezeigt, trotzdem empfinde ich Melancholie in dir, auch durch den Wind fahrend mit neuer Musik, aber dann bereitet Gesine selbstgebastelte Nudeln und selbstgeformte Schokocrossies, Jill, Jonas, Astrit und ich nutzen die Nacht nicht zum Schlafen, Paul überrascht mich und wir gehen auf´s Zur Zeit Konzert, Laarni singt philippinische Lieder, meine Oma backt für mich Rüblikuchen und ich spüre Freundschaft. Auch für dich Wilhelmshaven.

23.3.07

Ich durfte Modell stehen für den fabelhaften literarisch, musikalisch, fotografierenden Herrn Olli. Eine Auswahl aus den rund 800 Bildern dieses schönen Nachmittages gibt es hier.

17.3.07

"Der Himmel hat den Menschen als Gegengewicht zu den vielen Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen" Immanuel Kant

16.3.07

Heute durfte ich ein wunderschönes Überraschungspacket von Gesine bei der Post abholen. Dafür ist die Post da. Um Pakete zwischen zulagern. Aber der überambitionierte Postbeamte fragte mich nach Aushändigung: "haben sie schon ein kostenloses Girokonto bei der Post?"- "Nein!" Er: "Was würde den Wechsel für sie attraktiv machen?"- "Nichts!" Er: "dann nehmen sie doch aber diese Infobroschüre mit!" -"Nein!" Grrr: das waren 3 unnötige N-Wörter die mich nervten! Aber zu Hause erwartete mich dann Schokolade vom Feinsten, Ahoi-Brause, Chupa-Chups, aufmunternde Worte und James Dean rauchend als Cowboy- Danke Gesine! Ein Großteil der Schokolade und ein Lolli hielten dann auch direkt als Nervennahrung her, während des Zusammenschraubens zweier IKEA Lattenroste namens "Sultan". Ich werde heute mit Ahoi-Brause-Prosecco mein neues Bett betrinken und wünsche ein königliches Wochenende!

12.3.07

Warum lassen einige Menschen immer einen kleinen Rest in ihrem Becher oder Glas zurück? Ist das auch ein Teil des Wohlstands-Luxus? Luxus bedeutet für mich frische Blumen und genau das in den Einkaufswagen zu legen, worauf ich Lust habe. Was ich nicht mag ist, wenn Menschen sich den Luxus herausnehmen, auf hohem Niveau zu leiden, in eine dauerhafte Lethargie verfallen und diesen Zustand auch noch gerne beibehalten, weil sie denken, das macht kreativ.

8.3.07

Mein Beitrag zum heutigen Internationalen Frauentag: Da ich keine Blumen geschenkt bekommen habe, an denen ich mich erfreuen kann, begnüge ich mich mit dem Bestäuben des blogs mit Buchstaben. Es folgen somit kleine Anekdoten der Woche aus weiblicher Perspektive: eigentlich mag ich ja antike Stücke in der Wohnung, aber nicht, wenn es sich um einen "Elektro Kochendwassergerät VEK 5 S" von Vaillant handelt. Dieses Gerät in unserer Küche speichert 5 Liter Wasser und braucht ungefähr 10 Minuten, um abwaschwarmes Wasser zu produzieren. Einen Aufwand, für den die moderne Frau einfach keine Zeit mehr hat. Jedenfalls benötigten wir für dieses Kochendwassergerät einen Schwenkhahn und außerdem für den Badezimmer-Wasserhahn einen Strahlregler. Ich betrat also selbstbewusst den Baumarkt, denn ich wusste ja was ich wollte und hatte vorher sogar die Durchmesser vermessen. Aber die Abteilung war groß und die Beschreibungen auf den Verpackungen schlecht. Deswegen beschloss ich, Fachpersonal zu befragen. Und dieses zeitaufwendige Unterfangen stellte sich als äußerst ernüchternd da: ich fragte einfach ganz sachlich, ob es Unterschiede bei Strahlreglern für Küche und Bad gäbe und der Fachverkäufer sagte nur: "Natürlich!" und das mit so einem "Typisch-Frau-Blick" und als dann auch noch ein andere Kunde die Szenerie verfolgte und mich auch nur belächelte, war ich sauer, aber nicht schlauer. Die nächste weibliche Situation begab sich in meinem Schauspielkurs: der Regisseur wollte unsere Kreativität mal wieder ein wenig auf die Sprünge helfen, stellte eine Wasserflasche auf den Tisch und sagte: "die kann jetzt alles sein, nur keine Flasche" Zeit, zum Nachdenken blieb nicht, da wir in die Szenen der anderen mit einsteigen mussten, also etwa wenn jemand die Flasche zu einem Maschinengewehr werden ließ, fielen wir durchlöchert auf den Boden. Ich ließ die Flasche einmal zu einem kleinen Baby in meinen Armen werden und dann zu einem Spiegel, in dem ich mein Make-Up prüfte. Auf einmal dachte ich: oh, wie tussig! Und in der nächsten Runde hatte ich einen Feuerlöscher in der Hand und seifte die Bude ordentlich ein. Aber hey, auch das war doch irgendwie so "sozial" und gab mir zu denken, wie viel "Frau" eigentlich in meinem Unterbewusstsein steckt und dann wieder die Frage: aber warum konnotiere ich denn Spiegel und Babys weiblich? Bei Babys komme ich auf die weibliche Brust und damit zu meiner letzten Geschichte: ich saß mit einer Freundin in einer amerikanischen Kaffee-Kette, als sie mich auf eine stillende Frau aufmerksam machte und sagte: "das würde ich nie machen in der Öffentlichkeit!" und diese Meinung haben viele. Ich weiß noch nicht wie ich dazu stehe, aber sehe jedenfalls oft ein unnatürliches Verhältnis zum Körper und besonders zur Brust! (dazu an dieser Stelle keine Illustration) Ich kenne kaum eine Frau, die ihren Busen mag. In der Schule gehänselt, weil sie zu groß, oder zu klein sind, dann Rückenprobleme weil frau versteckt, was sie hat, oder nicht hat. Und diese Unsummen an Geld für Unterwäsche, für die meist unterschiedlich großen weiblichen Merkmale, die vom Körper abstehen und einfach immer sichtbar sind, egal wie krumm frau geht. Vor der Erdanziehungskraft schützt meist ein Stück gebogener Draht, aber wer schützt uns vor Fragen wie: wann ist ein Auschnitt zu weit? Ist es erregend, oder aufregend, wenn man die Brustwarzen sieht? Und wenn früher das Tragen keines BH´s ein politisches Statement war, ist es heute meist "Casual-Look" für Daheim. Denn ohne BH würde man(n) auf einmal sehen, das hängendes gehoben und kleines gepusht wird. Zum Glück trug ich im Baumarkt einen Büstenhalter.