29.12.11

Stereotypology (German Version)

Stereotypology (German Version) , a performance by Antje Hildebrandt, is a response to Katharine Tolladay´s "Spectrum", that we are simultaneously listening to over headphones.

26.12.11

Guten Morgen Familie!

Fröhliche Weihnachten an alle Kitsch-Liebhabenden weit und breit! Kleid: COS, Strumpfhose: Calzedonia, Schuhe: SPM, Nagellack: butter, Lippenstift: MAC

23.12.11

Reißerische Weihnachtsgrüße Teil 2

video

21.12.11

Alles Käse

"Nussbrot mit Grana Padano", dieses Rezept habe ich mal aus der Freundin ausgerissen. Man nehme: 30 g frische Hefe, 500 g Mehl, 2 TL Zucker, 1 TL Salz, 250 ml lauwarme Milch, 1 Ei (M, getrennt), 80 g Butter, 80 g Walnüsse, Öl, 100 g Grana Padano (gerieben), 60 g Pistazien plus eine mit Butter gefettete Kastenform.

1.) Hefe, 2 EL Mehl, Zucker, Salz und Milch (nicht zu heiß wegen der Hefe, wisst Ihr Bescheid) glatt rühren (Mixer mit Rührhaken), 15 Minuten zugedeckt (mit einem Küchentuch, an einem warmen, nicht zugigen Ort) gehen lassen.
2.) mit restlichem Mehl, Eigelb, Butter, Walnüssen (so fein gehackt, wie man mag) und Käse zu einer glatten Teigkugel verkneten (Mixer mit Knethaken, Geduld und Kraft, eventuell etwas Wasser zugeben), mit Öl bestreichen, 30 Minuten zugedeckt gehen lassen.
3.) Aufgegangen? Jipie. Nochmal mit dem Mixer durchkneten, in eine gefettete Kastenform geben, weitere 30 Minuten zugedeckt gehen lassen. Ofen auf 200 Grad vorheizen. Teigoberfläche längs einschneiden. Im Ofen 30 Minuten backen (keine Umluft). Mit Eiweiß bestreichen und mit Pistazien bestreuen, weitere 5 Minuten backen.
Abkühlen lassen, fertig. Guten Appetit. Mein Vater sagt, das Brot schmecke wie Diabetikerkuchen, aber ich finde es lecker und es passt ganz herrlich eine heiße Schokolade mit Sahne zu diesem herzhaften Brot.

Reißerische Weihnachtsgrüße Teil 1

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20.12.11

Deichkinder

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19.12.11

Guten Abend Laarni und Adamo!

"Driving home for Christmas" und hier an der Nordsee genieße ich, dass ich die Montagsmontur mal fotografieren lassen kann. Die heutige widme ich Laarni und Adamo, auf die ich mich hier oben immer besonders freue. Ich kenne die beiden seit über 12 Jahren und im Sommer war ich bei ihrer Hochzeit auf den Philippinen Laarnis Trauzeugin. Ihr seht uns im Bild unten mit den Fotografen wo ich ganz ernst schaue, ob der Schleier richtig angebracht wird und beim Kleid zumachen. Von den Philippinen habe ich auch das Oberteil und den Armreif mit dem, wie ich vermute, Mangold. Da mein Vegetarismus auf dem Archipel im Pazifischen Ozean auf wenig Verständnis stieß, haben wir mir auf einem Markt dieses Armband gekauft, um diese Ernährungsform, nicht ganz ernst gemeint, zu einem religiösen Glauben emporzuheben. Jetzt gleich freue ich mich jedenfalls auf ein extra fleischfreies Menü von Koch Adamo! fotografen kleid

16.12.11

Zimmer Frei!

Diesen Sonntag (18.12) bei Zimmer Frei! "Best of 2011", wie immer 22:15 Uhr im WDR Fernsehen.

13.12.11

Mitzi Lametta mag nicht Baby genannt werden

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12.12.11

Guten Abend Thomas!

Wenn das Jahr sich dem Ende neigt, ist mir nach Glitzer, daher heute der Silberfaden-Pulli von River Island. Die Montur ist für meinen Kumpel Thomas, den ich gestern mit seinem Chor "Because" singen hören durfte, nennt mich kitschig, aber bei "Halleluja" bekomme ich immer Gänsehaut. Da Thomas und ich in einer Tanzgruppe sind, poste ich nun an dieser Stelle noch mal den famosen "art of dancing" Adventskalender, auch wenn er schon durch alle blogs tanzte und auch nur noch 12 Tage neu ist, macht er täglich gute Laune.

5.12.11

Guten Abend Nikki!

2007 hat mir meine liebe Freundin Maia ein Jungsheft zum Geburtstag geschenkt und damit ziemlich meine Party erheitert. Im Anschluss hatte ich mich mit dem Jungsheft bei myspace angefreundet und mit Mit-Herausgeberin Nikki gleich mit. Wir haben uns im Feynsinn getroffen, um über mögliche Textbeiträge zu sprechen und seitdem habe ich im Giddyheft meine feste "Sextext"-Kolumne und regelmäßige Treffen mit Nikki, so zum Beispiel am Samstag zum vegetarischen Sushi. Longsleeve: von Oma, Rock: Castro.

4.12.11

Die Pille für den Mann

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3.12.11

Die Wölfin

Chaim Noll sagte in einer "Welt"-Rezension von 1987 über Christa Wolf: "Die große Lebenslüge der Christa Wolf besteht darin, daß sie sich einem politischen System zur Verfügung stellte, dessen Amoralität ihr bewußt ist." (Quelle: "Kleine Literaturgeschichte der DDR" von Wolfgang Emmerich, 2009, S. 464 ). Am 01.12.11 ist die Schriftstellerin Christa Wolf 82-jährig in Berlin gestorben. Da sie auch im "Lexikon der Rebellinnen" auftaucht, das ich Zuhause stehen habe und in dem ich oft blättere, ist es mir wichtig, hier einen kleinen Eintrag zu schreiben. Dabei habe ich nie ein Buch von ihr zu Ende gelesen, "Kassandra" habe ich zweimal begonnen, aber es ist mir einfach zu sperrig. Das ist natürlich ziemlich peinlich für eine feministische Germanistin, aber ich denke, ich darf dennoch dafür plädieren, den Namen Wolf in wichtiger Erinnerung zu behalten, auch und besonders in Bezug auf die Wiedervereinigung Deutschlands. Als ich für meine mündliche Prüfung im Examen "DDR Literatur" wählte, konnte das mein Professor erst nicht so ganz nachvollziehen, ich käme ja schließlich nicht aus der DDR, aber genau das war ja mein Anliegen: mehr zu erfahren, über die Kulturschaffenden in dem ehemaligen Staat, dessen Ende Berlin zu einer historisch so interessanten Stadt macht. Klar wissen die in Westdeutschland aufgewachsenen meines Alters was die FDJ war und haben vielleicht "Das Leben der Anderen" gesehen, aber ich denke, neben der Vereinigung, der gleichen Währung, der Gedenkstätten, Museen und dem Lachen über Stereotype bedarf es vor allem und nach wie vor Interesse für einander.

1.12.11

Gute Gelegenheit

Am Montag war ich das erste Mal im betahaus, um mir einen Vortrag der Künstlersozialkasse anzuhören. Und weil die das da wirklich schön haben, empfehle ich allen Kölnern und Touristen den selbst gemachten MIXMASmarket am Samstag (03.12.). Sonntag (04.12.) geht´s dann in Berlin weiter mit den travelettes. Neben dem gewohnt guten Flohmarkt gibt es selbst gemachte internationale Weihnachtsspezialitäten und eine Charity-Tombola mit tollen Preisen, z.B. Reisen.

Vor fünf Jahren in Madrid

28.11.11

Guten Abend Gesine!

Noch schnell vor 12: Vielen Dank liebe Gesine für die schöne Postkarte! Pulli: Zara, Hose aus Argentinien (Dauerleihgabe von Maia), Gürtel: Oxfam, Schuhe: Camper. Was war sonst so? Im Kino gewesen und den großartigen "Gott des Gemetzels" gesehen.

27.11.11

"Unglück, Nagel und Haar wachsen durch das ganze Jahr"

26.11.11

Heilige Scheiße einkaufen

Da geh´ ich morgen hin, ins wunderschöne EXPO XXI Gebäude.

25.11.11

Zimmer Frei!

Diesen Sonntag (27.12.) bei Zimmer Frei! Annette "Danni Lowinski" Frier. Wie immer 22:15 Uhr im WDR Fernsehen.

22.11.11

Nutella Song

Nach dem Sellerie-Lied zwei posts vorher, wünschte sich "e" in den Kommentaren ein "Nutella-Lied" und da ich spontan keines fand, hab ich selbst eins aufgenommen, völlig amateurhaft, einfach nur aus Liebe zu der besten Schokocreme der Welt heraus, hier.

21.11.11

Guten Abend Miri!

Heute schummle ich das erste Mal und zeige Euch, was ich gestern anhatte als ich mit Miri im Theater war. Strickkleid vom El Corte Inglés, Madrid; Schuhe von Camper (auch Madrid). Wir sahen "Kein Licht" von Jelinek im Kölner Schauspielhaus. Nachdem wir schon "Die Kontrakte des Kaufmanns" und "Ein Sturz" von Jelinek besucht haben, sind wir quasi zu Fans ihrer Theaterstücke geworden. Es ist ein wenig wie den Mittelfinger zeigen und die Schauspielenden rufen: "Spiegel! Spiegel!" So soll Theater sein: nah dran, dass man lachen muss vor Tragik und mit Musik, die Gänsehaut verursacht. Bei "Die Kontrakte des Kaufmanns", dem Stück zur Krise, waren Banker, die sich lustig machten über Menschen, die noch an Sicherheiten glauben. In "Ein Sturz", dem Stück zum Einsturz des Stadtarchivs, wurde die Erde einfach ins Wasser geschmissen, aber niemand will Schuld gehabt haben. Und bei "Kein Licht", dem Stück zur Nuklearkatastrophe von Fukushima, sind unsere Ohren betäubt von den Schreien und wir verstehen gar nicht wirklich was da passiert. Bei den letzten beiden Stücken führte Intendantin Karin Beier Regie, die in Köln fehlen wird, wenn sie 2013 zum Schauspielhaus Hamburg geht. Jelinek und Beier- eine großartige Kombination.

18.11.11

"Wo bleibt denn bloß mein Selleriesalat?"

Sellerie schneiden und in Öl anbraten. Zwiebel und Tomaten dazu. Mit Rosmarin, Salz und Pfeffer würzen. Dazu Ebly (Weizenkörner) und Ziegenfrischkäse.

16.11.11

Heimat

Das ist Maria, aus dem fiktiven Dorf Schabbach im Hunsrück und Identifikationsfigur aus Edgar Reitz´ Trilogie "Heimat I". Olli hat mich darauf gebracht, mir diese Produktion aus der 80ern über die beispielhafte Familie Simon in den Jahren 1919-1982 anzusehen. Die elf Teile, fast alle in Spielfilmlänge, habe ich in kurzer Zeit verschlungen und als ich einer Freundin beschrieben habe, was ich daran so faszinierend finde, stellte sie fest: "Ach so, das ist wie so eine Soap". Und ja, in der Tat, man will wissen, wie es weitergeht mit Maria und Otto, ob Paul je wieder zurückkehrt, will nicht wahrhaben dass Kat stirbt und freut sich über den norddeutschen Akzent von Martha und die große Klappe von Luzie. Am besten gefallen mir die ruhigen Einstellungen, wenn einfach jemand Kartoffeln schält oder alle gebannt auf das Radio schauen, als wäre es ein Fernseher. Andererseits ist "Heimat" aber auch recht tendenziös: während in den Jahren zwischen den Weltkriegen und selbst während des Krieges die Zwischenmenschlichkeit eine große Rolle spielt, so dreht sich ab den 50er Jahren alles nur noch um´s Geld und die ersten Familienstreitigkeiten bahnen sich an. Und als dann noch Maria, die starke Frau, zu einer Figur wird, die in den späten 60ern mit ansehen muss, dass ihr Sohn zwei Freundinnen gleichzeitig hat und das einfach nicht verstehen kann, ist irgendwie alles zu spät und man fühlt sich selbst alt. Mein liebstes Zitat von Maria: "In der Stadt liegen die Leute im Bett wenn sie Sorgen haben." Die bekannteste Schauspielerin in der "Heimat" ist wohl Gudrun Landgrebe als Klärchen (zu Hermännchen: "Wir müssen was essen, sonst werden wir traurig und haben uns nicht mehr lieb.") Und in einer Folge spielt Bernd Eichinger den Investor Herrn Eichinger. Im Nachhinein habe ich entdeckt, dass "Heimat" eine riesige Fangemeinde hat und dass Reitz für eine "Heimat" Serie vor 1919 noch Darstellende sucht. Spräche ich Hunsrücker Platt, ich würde mich sofort bewerben! Foto

14.11.11

Guten Abend Maia!

Diese Montagsmontur ist für meine Herzensfreundin Maia, die ich letzte Woche in Berlin besucht habe. Maia ist vor einem Jahr von Köln nach Berlin gezogen. Unsere Freundschaft zu beschreiben gehört nicht hierher, aber ich möchte es andeuten: es ist ein bisschen wie vom kalten draußen ins warme drinnen zu kommen, sich an die warme Heizung zu setzen mit einem leckeren Tee und Alfajores oder gleich im Bett zu liegen mit einer Wärmflasche und einem guten Film. Apropos Film: den neuen Almodóvar "Die Haut in der ich wohne" haben wir (OmU) geschaut und für herrlich grotesk und unvorhersehbar befunden. Den Trailer bette ich hier nicht ein, da er mir nicht gefällt. Stattdessen zeige ich Euch ein Video aus den 80ern in denen Almodóvar noch nicht hinter der Kamera, sondern auf der Bühne stand! Der Pulli ist von Zara, Rock von H+M, Mantel von Dolce & Gabbana und die Kette hat meine Mutter selbst gemacht.

13.11.11

1. Hafen-Weihnachtsmarkt in Köln

Mit den Weihnachtsmärkten in Köln ist das so eine Sache; klar, der Dom als Kulisse ist schon fein, aber am Neumarkt oder Rudolfplatz an genormten Buden schlechten Glühwein zu trinken, habe ich mir schon die letzten Jahre geschenkt. Einzige Alternative war der, aus diesem Grund meist sehr volle, Markt am Stadtgarten. Aber ab diesem Jahr gibt´s was neues und zwar am Rhein: den Hafen-Weihnachtsmarkt! War da nicht immer der mittelalterliche Weihnachtsmarkt, der schon im Mittelalter out war, fragt Ihr Euch? Ja. Stattdessen gibt es jetzt rund um das Schokoladenmuseum rumstehen und frieren mit Niveau! Vom 25.11. bis 23.12. täglich von 11-21 Uhr, freitags und samstags bis 22 Uhr. Nee, mal im Ernst: Ihr fragt Euch, warum macht sie Werbung für einen Weihnachtsmarkt? Ich sage es Euch: Ich mag den Rheinauhafen, ich finde, bestehende Bauelemente mit neuer Architektur zu verbinden ist hier geglückt und als Immi mit maritimem Hintergrund freue ich mich über einen Markt am Wasser. Aber der Hauptgrund ist: Mein lieber Freund Olli wird dort mit seiner Kollegin Britta vier Wochen tagein tagaus stehen und ihre wunderbaren Postkarten der edition bo verkaufen. Falls Ihr also, ganz retro, Euren Verwandten, Freunden und Kollegen Weihnachtskarten mit Stil schicken möchtet, fahrt zum Rhein und stattet den beiden Zimtsternchen einen Besuch ab!

8.11.11

Ausstellung in Berlin: Friedrich Seidenstücker

Während meiner Magisterarbeit über Vicki Baum habe ich in irgendeinem kopierten Aufsatz dieses Bild entdeckt, ausgeschnitten und über meinen Schreibtisch gehängt. Es half mir, täglich bei Laune zu bleiben und daran zu glauben, eine Hürde zu meistern. Das Foto fasziniert mich, da es so aussieht, als wäre es gar nicht sicher, dass die Frau den Sprung bis zum Bordstein schafft. Eine tolle Momentaufnahme. Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht, dass das Foto von Friedrich Seidenstücker aufgenommen wurde, bis ich jetzt hier in Berlin über die Ausstellung in der Berlinischen Galerie gestolpert bin. Da ich eine große Freundin von Straßenfotografie bin, habe ich mir die Ausstellung nicht entgehen lassen und war entzückt zu sehen, wie die Menschen und Tiere auf den Bildern zwischen 1925 und 1958 gehen, stehen, fahren, reden, leben. Was sie tragen, womit sie sich umgeben und auf welch´ liebevolle Weise Seidenstücker die Situationen in den rund 200 Originalaufnahmen eingefangen hat. Die Ausstellung in der Berlinischen Galerie, Alte Jakobstraße 124-128, geht noch bis zum 06.02.12, täglich von 10-18 Uhr, nur dienstags ist geschlossen. Tageskarte 8 € (5 € ermäßigt), jeden 1. Montag im Monat 4 €, freier Eintritt für alle bis 18 Jahre.

Foto (Repro): Kunsthalle Koidl

7.11.11

Guten Abend Christina!

Ein Hallo aus Berlin! Das Montagsmontur-Foto mit mir drin hat ausnahmsweise Dominik gemacht, den ich bei seiner neuen Arbeitsstelle als Goldschmied bei "Hofer Antikschmuck" besucht habe. Die Weste ist von vor Jahren von H+M, Rock von COS, Strumpfhose Calzedonia (Wann kommst Du endlich nach Deutschland?). Die Widmung geht heute raus an Christina Böhm aus Wien, der wir gestern für ihren Text "Platzanweisung" den taz-Publikumspreis beim open mike verliehen haben, (2. Foto, ja, ich trage heute noch mal das selbe Outfit ...) lustigerweise hat Böhm auch bei der regulären Jury, bestehend aus Felicitas Hoppe, Tilmann Rammstedt und Kathrin Schmidt den ersten Platz belegt. Beim open mike als Jurorin und Laudatorin dabei gewesen zu sein, war eine spannende Erfahrung, die taz und die WABE hat uns 5 (darunter auch Blogger-Kollege Jannis) sehr gut betreut und es war angenehm, selbst in keiner Prüfungssituation zu stecken, sondern einfach die vielen Texte auf sich wirken zu lassen. Einzige Herausforderung war es, allen 22 15-minütigen Beiträgen die gleiche Aufmerksamkeit zu schenken. Besonders im Bereich der Lyrik gibt es vielversprechenden Nachwuchs, zum Beispiel Charlotte Warsen und Tristan Marquardt. Hier ein kleiner Auszug aus dem zeitgemäßen, witzigen und geistreichen Text von Böhm:

"Hat dich jemand hier willkommen geheißen? Hat dich jemand im Leben begrüßt? Diese Ich-Aussparung, dieses körperförmige Loch in der Welt, wie in den Comics, das gibt es nicht für dich. Glaubst Du wirklich, wir haben auf dich gewartet? Wenn du nicht wärst, hätten die anderen mehr Platz. So einfach ist das, du stehst uns im Weg. Dir steht nichts zu, und freiwillig geben wir dir nichts ab. Wir geben dir, was wir wollen. Aber gibt dir jemand, was du willst, Sex oder Geld oder einen Käsecracker, genau jetzt, wo du es dringend bräuchtest? Geh erst mal nach hinten, ans Ende der Schlange."
(aus dem Buch "19. Open Mike", erschienen im Allitera Verlag, S. 12)
2. Foto: gezett

3.11.11

open mike

Morgen fahre ich nach Berlin, da ich am Wochenende beim "open mike" Teil der Jury beim taz-Publikumspreis sein werde. Beim open mike, der zum 19. Mal im Rahmen der Literaturwerkstatt stattfindet, werden junge Autorinnen und Autoren unter 35 Jahren prämiert, die bisher noch keine eigenständige Buchpublikation vorzuweisen haben. Die Lesungen sind gratis, am Samstag (05.11.) geht´s los um 14 Uhr und am Sonntag (06.11.) um 12 Uhr, in der WABE (Danziger Str. 101). Ich bin besonders gespannt auf die Lyrik-Beiträge und werde bestimmt zwischendurch mal drüber twittern. Das Foto hier habe ich bei dem pinterest blog der buchschnitte gefunden. Falls Ihr eine Buchschnitte zu Weihnachten verschenken wollt, kann ich Euch nur dringend raten, jetzt schon eine im Onlineshop zu ordern.

Buch Skulptur von Mike Stilkey

1.11.11

Mini Playback Show

Ein großer Spaß: Ich hab jetzt einen YouTube-Kanal, hier.

31.10.11

Guten Abend Gerda!

Ein völlig ungruseliges Halloween-Outfit. Das Kleid hat mir meine Mutter geschenkt, Tasche und Kette sind von Oma geerbt, die Schuhe habe ich vor Jahren mal bei 39einhalb gekauft. Diese Montagsmontur ist für Gerda, die mich am Wochenende ins Kino eingeladen hat, in den Film "Die Liebesfälscher" des iranischen Regisseurs Abbas Kiarostami. Seit langem war das mal ein Film, den ich nicht verstanden habe und stellenweise auch anstrengend fand, aber dann sind da diese intensiven Dialoge, bei denen ich dachte: Das ist wie eine Doku, so echt kann man Gefühle doch gar nicht spielen. Und die Diskussion des Paares über Original und Fälschung, hat mich an die besten Zeiten meines Philosophie-Studiums erinnert. Die FAZ jedenfalls ist begeistert und sagt der Regisseur zeige "den ungeschützten Moment, aus dem Liebe erst entstehen kann."