21.11.11

Guten Abend Miri!

Heute schummle ich das erste Mal und zeige Euch, was ich gestern anhatte als ich mit Miri im Theater war. Strickkleid vom El Corte Inglés, Madrid; Schuhe von Camper (auch Madrid). Wir sahen "Kein Licht" von Jelinek im Kölner Schauspielhaus. Nachdem wir schon "Die Kontrakte des Kaufmanns" und "Ein Sturz" von Jelinek besucht haben, sind wir quasi zu Fans ihrer Theaterstücke geworden. Es ist ein wenig wie den Mittelfinger zeigen und die Schauspielenden rufen: "Spiegel! Spiegel!" So soll Theater sein: nah dran, dass man lachen muss vor Tragik und mit Musik, die Gänsehaut verursacht. Bei "Die Kontrakte des Kaufmanns", dem Stück zur Krise, waren Banker, die sich lustig machten über Menschen, die noch an Sicherheiten glauben. In "Ein Sturz", dem Stück zum Einsturz des Stadtarchivs, wurde die Erde einfach ins Wasser geschmissen, aber niemand will Schuld gehabt haben. Und bei "Kein Licht", dem Stück zur Nuklearkatastrophe von Fukushima, sind unsere Ohren betäubt von den Schreien und wir verstehen gar nicht wirklich was da passiert. Bei den letzten beiden Stücken führte Intendantin Karin Beier Regie, die in Köln fehlen wird, wenn sie 2013 zum Schauspielhaus Hamburg geht. Jelinek und Beier- eine großartige Kombination.