30.1.11

Geld statt Blumen

...versteht mich nicht falsch, ich liebe bunte Sträuße, aber Frauen werden anstelle eines saftigen Schecks viel zu oft mit Blumen und Pralinen abgespeist. "We want sex equality" steht auf dem Plakat der Frauen aus Dagenham, England, die bei Ford als Näherinnen den gleichen Lohn der männlichen Kollegen fordern. Aus dem Filmtitel der wahren Geschichte "Made in Dagenham" hat der internationale Filmverleih den reißerischen Titel "We want Sex" gemacht, was bereits Die Zeit, der Spiegel und die Süddeutsche monierten. Das Stadtteilkino Weisshaus in Köln Sülz war am Wochenende bis auf den letzten Platz besetzt, das Thema scheint (die 98 % Zuschauerinnen) zu interessieren und zwar nicht nur um sich an den saloppen Sprüchen und den Hits der späten 60er Jahre zu erfreuen, sondern weil Frauen auch 40 Jahre später in Deutschland noch immer durchschnittlich 23 % weniger Gehalt bekommen verglichen mit ihren Kollegen. Unglaublich, aber ein Tag wie der Equal Pay Day ist noch immer nötig um auf diese Ungerechtigkeit hinzuweisen und wer es jetzt noch unschick findet, sich Feministin oder Feminist zu nehmen, dem ist nicht mehr zu helfen. Dieses Jahr findet der Equal Pay Day am 25. März statt und definiert damit die Zeitspanne, die eine Frau von Beginn des Jahres an quasi "umsonst" arbeitet. Um auf diese Problematik aufmerksam zu machen wurde die Aktion "Rote Tasche" gestartet, die dazu aufruft, am Equal Pay Day eine rote Tasche zu tragen die zeigt: die Geschlechter werden im Arbeitsleben noch lange nicht gleich behandelt, auch wenn es so im Gesetz steht. Also ich mache mit. Und wenn Ihr keine rote Tasche habt, die Mädchenmannschaft hat eine in ihrer Kollektion.

27.1.11

Zimmer Frei!

Diesen Sonntag (30.01.) kommt Domian zu Zimmer Frei! Wie immer 22.15 im WDR Fernsehen.

Edit: hier eine kleine Szene aus der Probe. Und wenn es Euch wie mir geht und Ihr nicht gleich versteht, was ich sage, ich sage: "Götz ist disqualifiziert, ein unheldenhafter Ritter!" (Weil er die Lanze falsch herum hält) ;O)

23.1.11

luna

Bei vielen Problemen hilft es mir, nur lange genug zum Mond zu schauen, alles wird dann so klein, die Häuser, die Menschen, die Ängste. Auf Spanisch sagt man "la comparación es el consejo de los tontos"- der Vergleich ist der Rat der Dummen. Und das stimmt, das Schönste, was man erreichen kann ist es doch, in sich zu ruhen und das Gefühl, sich auf sich selbst verlassen zu können. Aber manchmal braucht man einen Rettungsring in Form von "das haben schon andere geschafft" oder auch eine Motivation á la "so wie sie möchte ich sein". Das Wort Kreativität ist jung, es entstand in den USA der 50er Jahre und basiert auf dem Gedanken des Wettkampfes zu anderen Ländern. Viele Herausforderungen sollte man also vielmehr als "Challenge" sehen, auch wenn man nicht leugnen kann, dass man mit seiner Funktion im Arbeitsleben in einem kapitalistischen Hamsterrädchen rennt. Mach Dir Deinen Spaß daraus und stelle Dir vor wie Du in einem super Kostüm in den Wrestlingring steigst, der das Leben ist: bunt, laut, mit einem beeinflussbaren Publikum und vielen vorgetäuschten Szenen. In Zeiten der Ebbe hilft es vielen Menschen zu beten oder in die Kirche zu gehen, ich schaue weiter zum Mond und lächle, denn es wäre dumm zu behaupten, wir wüssten alles über das Universum, das ist auch etwas, woran man glauben muss.

15.1.11

Solo Sunny

Für meine mündliche Prüfung in Germanistik beschäftige ich mich gerade mit DDR Literatur und um die Lernerei mit etwas Abendentspannung ausklingen zu lassen, habe ich mir einen Filmklassiker der DDR von 1980 angeschaut: Solo Sunny von Regisseur Konrad Wolf und Co-Regisseur Wolfgang Kohlhaase, in der Hauptrolle Renate Krößner. Sunny ist eine junge Frau, die trotz aller Widerstände Sängerin werden will und nicht aufgibt. Neben ihren Plateauschuhen, ihrem Kurzhaarschnitt, ihrem Hut und ihren Oberhemden haben mir besonders ein paar Zitate des Films gefallen:

Zu einem Typen am Morgen: "Is´ ohne Frühstück... is´ auch ohne Diskussion."
Später zu ihrem Freund: "Deine Füße sehen so zufrieden aus." Und nachdem er sie betrogen hat: "Ich wollte Dich umbringen."- "Und warum hast Du´s nicht gemacht?"- "Ich bin eingeschlafen."

13.1.11

Zimmer Frei!

Diesen Sonntag (16.01.) zu Gast bei Zimmer Frei: die Opernsängerin Eva Lind. Überraschungsgäste sind auch dabei- das wird super. (Außerdem heißt die Frau phonetisch wie meine Lieblingsschokoladenfirma!) Dieses Mal wirklich wie immer um 22.15 Uhr im WDR Fernsehen und erzählt mir nicht, da hättet Ihr was anderes vor ;O)

12.1.11

Anstatt der nächsten Farce

Bitte nicht noch so ein Film im Stil von "Sex and the City 2", sonst verliere ich ganz den Glauben an meine einstige Lieblingsserie. Stattdessen könnte man eine herrliche Hollywoodkomödie mit den Frauen machen: junge Frau taumelt so durch´s Leben und als großer Fan der Serie stellt sie sich immer wieder die Charaktere in bestimmten Situationen vor: wenn sie nicht weiß, was sie anziehen soll, steht Carrie am Kleiderschrank (also die echte, ist ja eine Hollywoodproduktion). Ärger mit den Männern? Samantha weiß Rat. Schwierigkeiten im Beruf? Mit Miranda drüber reden. Und beim Törtchen backen mit Charlotte über Inneneinrichtung quatschen. Am Schluss des Films ist die junge Frau dann für´s Leben gewappnet und braucht ihre imaginären Freundinnen nicht mehr... seichter Scheiß? Muss auch mal sein! Und bis so ein Film in die Kinos kommt, gucke ich weiterhin Mad Men auf DVD (Nachdem ich auf ZDF Neo geschimpft habe, dass sie die erste Staffel wiederholen, hat meine Ma mir die 2. Staffel auf DVD geschenkt- Danke!) Zuerst war ich ja skeptisch, wie die Geschlechterverhältnisse der späten 60er Jahre aufgemacht sind, aber schon nach der ersten Sendung habe ich festgestellt: charmant und intelligent, so bin ich vollends verfallen!

Edit: Phil hat mich auf dieses Video aufmerksam gemacht (Danke)- ich hätte die Melodie gar nicht mit "Nature Boy" in Verbindung gebracht.
Meine Lieblingsversion von "Nature Boy" ist übrigens von David Bowie aus dem Film "Moulin Rouge":

10.1.11

Genau so

Die Musik war die richtige. Er tanzte nur mit ihr in dieser Nacht. Sie war betrunken, aber glücklicherweise nicht so stark, dass ihr schlecht war. Als die Lichter angingen war es Zeit zu gehen. Draußen war es schon hell. Der Lippenstift bröckelte und die Wimperntusche wurde Teil der Augenringe, die schwarzen Pigmente lagen staubig nahe dem Wangenknochen. Der Schweiß verklebte die Haare an seinem Stirnansatz. Ihr war kalt, die Sonne ging gerade auf, aber nichts konnte die Übermüdung erwärmen außer der Gedanke daran, sich mit diesem Mann gleich ins Bett zu legen und dort eine Ewigkeit zu bleiben, mindestens bis zum Nachmittag. Der Bäcker hatte schon auf.

6.1.11

Zimmer Frei! "Gewinne" eine Autogrammkarte!

Diesen Sonntag (09.01.) bei Zimmer Frei: Schauspieler "Ein Fall für Zwei" Claus Theo Gärtner. Wie immer um 22.15 Uhr im WDR Fernsehen.

Edit: doch nicht "wie immer", sondern um 22.30 Uhr- sorry.
Bonus:
Dieses Mal gibt es eine Autogrammkarte zu "gewinnen" ;O) und zwar hier.

Happy! New! Yeahr!

Neue Fotos auf meiner Webseite. Aufgenommen von Sabrina Dicken.