28.1.13

Guten Abend Mister Oldenburg

Happy Birthday Claes Oldenburg! Der Popart-Künstler, der wenig mit Andy Warhol gemeinsam hat, wird heute 84 Jahre alt. Mich fasziniert das Überdimensionale an seinen Objekten, die Alltagsgegenstände sind. Ob Stempel, Apfel, Federball oder Eis, alles in XXL. In unseren Zeiten, wo alles minimalistisch, leicht und schlank daher kommt, braucht es auch mal Übergröße. Ich fand zum Beispiel immer den Tisch aus der Sendung Geld oder Liebe super, wo eine riesige Hand mit Rot lackierten Fingernägeln die Glasplatte hält. Bei meinen Kollegen aus der Spieleentwicklung habe ich immer wieder riesige Münder und Augen als Spielelemente vorgeschlagen, bin aber leider auf taube Ohren gestoßen. Aber ich wette, bald sind die Fernsehstudios wieder groß, bunt und fluffig.

Lieblingspulli: Sibin Linneberg, Schuhe: Flip Flop

27.1.13

Zimmer frei






































Heute bei Zimmerfrei: "Dä Blötschkopp" Marc Metzger, wie immer 22.15 Uhr im WDR Fernsehen. Es handelt sich um eine Aufzeichnung von 2012, kurz bevor Metzger seine Bühnenpause aus gesundheitlichen Gründen bekannt gab. Ich wünsche ihm und seiner Frau alles Gute.

24.1.13

Maronimann

In Otfried Preußlers Die kleine Hexe kommt das Wort Negerlein vor? Darin erinnere ich mich gar nicht mehr. Die Kassette habe ich noch in den Ohren mit Smash-Hits wie Heia Walpurgisnacht, dem Raben Abraxas und dem Maronimann. Der ist mir besonders im Gedächtnis geblieben. Um den aktuellen Sprachstreit soll es also an dieser Stelle nicht gehen, wobei mich schon interessieren würde, was der 80-jährige Preußler selbst dazu sagt und man muss sich überlegen, ob Kinderbücher per se Lehrbücher sind oder auch zeitgeschichtliche Artefakte. Super sind die Geschichten in jedem Fall, sonst würden sie ja nicht noch immer verlegt.

Aber zurück zum Maronimann, der immer in der Kälte steht und friert. Als Kind habe ich mich dann wohl entschieden aus Sympathie Maronen zu mögen. Als einzige in meiner Familie. Da es bei uns Zuhause also nie Maronen gab, war ich umso glücklicher um die Weihnachtszeit in der Kölner Innenstadt Maroniverkäufer zu sehen, echte! Die frieren und sich am Ofen wärmen. Nur so einen sympathischen wie in Die kleine Hexe habe ich leider nie getroffen.

Kürzlich entdecke ich Maroni auch im Supermarkt und habe sie sogleich kombiniert mit meiner Leibspeise Quiche.

Für den Teig: man muss gar nicht so ein Gewese um Mürbeteig machen, ist mir durch den Besuch meiner Herzensfreundin Maia aufgefallen, die vermischt einfach 200 g Mehl und 150 g Margarine mit den Fingern und ein Schuss Wasser dazu, ein bisschen in den Kühlschrank- fertig.

Den Teig dann in eine gefettete Quicheform geben (vorher ausrollen, soweit das möglich ist), mit der Gabel ein paar Mal einstechen und mit Kümmel bestreuen. Darauf auslegen, halbierten, mit dem Buckel nach oben, 500 g großzügig gepellten Rosenkohl, der vorher 5 Minuten in kochendem Wasser schwamm. Zum Abschluss eine Masse darüber kippen bestehend aus: 200 g gegarten, verzehrfertigen, grob gehackten Maronen, 2 Eier, 200 g Reibekäse, 1 Töpfchen Crème Fraîche, Salz, Pfeffer, Muskatnuss. Nun ab damit in den 200 Grad heißen Ofen für 30-45 Minuten.

Dazu passt ein Feldsalat mit Äpfeln, Walnüssen, Walnussöl und Balsamico Bianco.

21.1.13

Guten Tag Exquisit






































Im Zuge der Passagen, der Interior Design Week, die immer parallel zur imm cologne stattfindet, war ich endlich mal in Ehrenfeld beim Möbelladen Exquisit. Allein wegen der schönen Räumlichkeiten lohnt sich ein Besuch, es gibt tollen Kram wie Lampen, Apothekergläser oder genietete Kleiderbügel. Von den Möbeln hatte ich mir allerdings ein bisschen mehr versprochen, vieles wirkt wie vom gängigen Flohmarkt und dann mit Pastellfarben übergestrichen. Alle, die nicht gern selber schleifen und lackieren, sind hier aber gut aufgehoben. Interessant fand ich auch den WerkStoff im Eingangsbereich, wo Raumausstattermeisterin Sarah Tiefenberg ihre Polster-Arbeiten zeigt.

Kleid: COS, bemalter Tannenzapfen: gefunden

18.1.13

Sparst Du noch oder lebst Du schon?

küche

Diese Woche ist in Köln die Möbelmesse imm cologne. Ich habe mich da mal umgesehen und bin immer wieder desillusioniert, wie teuer schöne Möbel sind. Ganz klar, das Material und die Verarbeitung rechtfertigen tausende von Euros, aber die hat man nun meistens nicht übrig. Vieles kann man auch selber machen oder aufarbeiten, aber auf dem Sperrmüll standen auch schon mal bessere Sachen.

Die Tendenz geht eindeutig in Richtung Naturmaterialien, Erdtöne, aufgefrischt mit Orange, tiefblau oder hellgrün. So ein Vollholz-Bett macht schon etwas her, aber ich finde es in Bezug auf die allseits getönte "Nachhaltigkeit" etwas bedenklich. Klar, Holz, Beton, Stein halten ewig, aber was ist mit dem Recycling-Aspekt? Betten aus alten PET-Flaschen oder Schränke aus gepressten Tetrapacks? Die können gut verarbeitet auch eine Maserung und Struktur aufweisen, als hätte man sie abgetragen. Oder ist am Ende die Herstellung doch zu aufwendig, das Auge noch nicht gewöhnt an so genannte Hightech-Materialien?  

Um jedenfalls nicht völlig gefrustet von so einer Messe zu kommen, reden sich die meisten das mit "Inspiration" schön und nehmen Zeitschriften mit nach Hause. So auch ich. Dabei habe ich in der Living at home eine Anzeige der Zeitschrift essen & trinken gesehen, die eine Küche aus der Möbellinie von dem Ehepaar Andrea Sawatzki und Christian Berkel zeigt und die ich wunderschön finde. Die runden Hängeschränke, die wirklich hängen und unten eine Ablage haben, die Farbwelt von Beerentönen gepaart mit Braun und Anthrazit und im Kontrast dazu die blaue Industrielampe- würde ich alles genauso nehmen. Das schwarzweiß Foto des Schauspieler-Ehepaars bei einem Tanz, das Skateboard und die Tatsache, dass das Honorar der Anzeige an die Stiftung Ein Platz für Kinder gespendet wurde, macht es nur noch sympathischer. Die Möbellinie ist ab diesem Jahr erhältlich, wo, das konnte ich im Internet bisher nicht finden, interessiert mich aber, auch wenn ich mir nicht mal eine Wohnung mit so viel Raum leisten kann, in der so eine große Küche Platz findet. Aber sich inspirieren lassen ist doch schön.

Repro: Zeitschrift Living at home Nr. 2 , S. 116 

14.1.13

Guten Abend Meisner

Apropos hohe Taille, da ziehe ich doch gleich mal die Chino von meiner Herzensfreundin Maia an. Am Wochenende habe ich einen Einführungskurs in die Meisner-Technik gemacht. Das war krass. Und anstrengend und schön. Der amerikanische Schauspieler Sanford Meisner (1905-1997) adaptierte das Schauspieler-Ausbildungssystem des Russen Stanislawski für Amerika. Schauspielen meint hier richtiges Handeln, Zuhören, Agieren und Reagieren. Das Denken hinten anstellen und einfach seinen Impulsen folgen, die aus dem Umfeld entstehen. Emotion steht vor dem Text. Wahrhaftigkeit in einem künstlichen Konstrukt? Dafür muss man schon sehr bei sich sein, wissen, wer man ist und abstrahieren können.


10.1.13

Ein Hoch auf die Taille

Meine Mutter macht Luftsprünge: jahrelang wurde sie von Verkäuferinnen abschätzig angeschaut, wenn sie nach Jeans mit hohem Bund fragte. Und mit hohem Bund meine ich nicht diese grässlichen Jeans mit sichtbarer Knopfleiste bis unter die Brust, die eher nach Umstandsmode aussehen. Nein, ich meine eine Jeans, bei der nichts rauszupselt, nicht mal eine leichte Bluse, mit der man sich hinsetzen kann, ohne befürchten zu müssen, dass die Unterwäsche sichtbar ist. Und vor allem eine Jeans mit großen Taschen, in der man entspannt die Hände verschwinden lassen kann oder auch mal das Smartphone, diese Minitaschen von Hüftjeans sind einfach unpraktisch und sinnlos. Nicht umsonst ist die Taille die natürliche Gürtellinie. 

Vor Jahren kam ich in den Genuss die karottige Fiorucci-Jeans von meiner Mutter zu übernehmen (siehe Foto unten). Das Logo von Fiorucci mit den Engeln begleitete mich durch meine Kindheit und stand für mich für italienische Lebensfreude (in den 80ern DAS Ding, hat sich das Image der Marke mittlerweile weichgespült). Um diese Jeans zu tragen muss ich schon bei bester Laune sein, denn Männer hassen diesen Schnitt und Frauen schauen auch eher ungläubig (noch!). Sie würde einen riesengroßen Hintern machen, sagten mir meine männlichen Arbeitskollegen. Was dazu führte, dass ich die Jeans meist mit einer langen Strickjacke trug (völlig verschenkt). Umso mehr freue ich mich, die Bilder der Frühjahr/Sommer Kollektion 2013 von der Kölner Designerin Eva Gronbach (german jeans) zu sehen, die den Bund endlich über die Hüftknochen wachsen lässt, ein Schnitt, der lange Beine macht und eine wunderbare Silhouette. Männer, gewöhnt Euch schon mal dran. 



Fotos 1 und 2: © german jeans 2013 via Borchert & Schrader 

7.1.13

Guten Abend Ukulele

Zu Weihnachten habe ich eine Ukulele geschenkt bekommen! Wenn ich regelmäßig übe, bekommt Ihr vielleicht irgendwann mal was zu hören. Letzte Woche hat mich aber erstmal der Sale beschäftigt, besonders der von COS, daher ist das Kleid. Die Ansteck-Maus habe ich von meiner Oma geerbt und die Schuhe von meiner Mutter übernommen. 

3.1.13

best of Assistentin Nina

Diesen Sonntag (06.01.) gibt es bei Zimmer frei das best of 2012 zu sehen. Wie immer 22:15 Uhr im WDR Fernsehen.

Mich als Assistentin Nina gibt es jetzt im best of bei Youtube. Immer wieder höre ich die Sendung liefe zu spät oder das Spiel mit mir wurde verpasst, da weise ich gern auf die Mediathek des WDRs hin.

Oder, wer mag, schaut hier ein paar Ausschnitte mit folgenden Gästen:

° Roland Kaiser
° Udo Walz
° Mirja Boes
° Bernd Stelter
° Andrea Kiewel
° Nina Hagen

screenshot: WDR, Zimmer frei mit Andrea Kiewel, 22.04.12