21.2.13

getrocknete Tomaten

... sehen aus wie Vaginas.
Ich mag die sehr gern. Daher packe ich sie in mein Lieblingsessen, die Quiche.

Endlich habe ich auch die richtigen Anteile für einen guten Mürbeteig raus:

250 g Mehl
Prise Salz
130 g Butter (weich, in Würfelchen)
1 Ei
3 El Milch

So, alles ordentlich mit den Fingern verkneten bis keine Butter und kein Mehl mehr übrig ist, in Frischhaltefolie und ab in den Kühlschrank (solange, wie die Füllung vorbereitet wird.) Anschließend auf einer bemehlten Fläche mit einem bemehlten Nudelholz ausrollen. Bevor der Teig in eine gefettete Form kommt, den Teig mit einem Messer vorsichtig vom Tisch (oder worauf ihr ausrollt) lösen. Überschüssigen Teig einfach reinbasteln, wenn was reißt, nicht schlimm, mit den Fingern kitten. Mit der Gabel den Teig ein paar Mal erstechen. Nun blind backen: Backpapier rund ausschneiden, zerknüdeln, glatt machen, auf den Teig legen. Darauf nun trockene Bohnen o.ä. verteilen, nur kein Mais (Popkorn). 10 Minuten bei 200 Grad backen. 5 Minuten ohne Bohnen.

Jetzt kommt die Füllung drauf: in einer großen Schüssel eine Hand voll getrocknete Tomaten (nicht die eingelegten), 1 Ei, 200 g Reibekäse, 1 Töpfchen Crème fraîche und 2 Stangen Lauch (in Scheiben, vorher ein paar Minuten in kochendes Wasser werfen) sowie Salz, Pfeffer, Muskatnuss verrühren und auf dem Teig verteilen. Nochmal 30-45 Minuten backen (eventuell auf 180 Grad reduzieren), fertig. Guten Appetit!

Dazu gab´s bei mir, auch aus dem Ofen: Chicorée halbieren, in eine kleine Auflaufform legen, Dosenbirnen drauf und Birnensaft aus der Dose drüber, ca. 15 Minuten in den Ofen, anschließend bunten Pfeffer drüber.

18.2.13

Guten Abend Sonne

Heute schien in Köln den ganzen Tag die Sonne, welch´ Freude für´s Gemüt, ich habe sie gleich mal mit meiner neuen Aigner Seiden-Bluse begrüßt, die ich für 12 Euro in der Garderobe Leipzig ergattert habe. 

16.2.13

Zimmer frei

Diesen Sonntag (17.02.) 22:15 Uhr im WDR Fernsehen: Zimmer frei mit Guido Cantz.

13.2.13

Flohmarkt

Diesen Samstag (16.02.13) mache ich Nachtflohmarkt. Von 17 bis ca. 23 Uhr verkaufe ich in der Halle von "Jack in the box" (Vogelsanger Straße 231, Ehrenfeld) Klamotten (Größe 34-38), Schuhe (36/37) und Taschen. Der Eintritt beträgt drei Euro, es gibt Musik und Getränke. Kommt vorbei!

12.2.13

Im Osten geht die Sonne auf





































Ich finde, wenn man in Köln wohnt, muss man Karneval feiern oder flüchten.
Dieses Jahr bin ich geflüchtet: Kontrastprogramm Semperoper in Dresden und vorher noch zwei Nächte in Leipzig. Wir hätten auf die Empfehlungen für das Motel One hören sollen, haben aber zwanzig Euro gespart und sind für 140 Euro inklusive Frühstück (via booking.com, merke: die Bewertungen ernster nehmen) in das vier Sterne Hotel Royal International. Es war ok, aber die vier Sterne sind nicht nachvollziehbar: merkwürdiger Geruch auf dem Flur, Flecken an den Wänden, Putz bröckelt im Bad, WLAN Probleme und das Frühstück war schlechter als bei so manchem SB-Bäcker.

Leipzig selbst hat mir gut gefallen: klein Berlin ohne Hundescheiße. In der Innenstadt gibt es auf der Gottschedstraße schöne Kneipen, wie Pilot. Tolle Postkarten gibt es im Das rote Paket. In der Südstadt kann man bestens Kaffee trinken gehen, zum Beispiel im Maître und gute T-Shirts gibt´s im Tschau Tschüssi. Eine besondere Atmosphäre herrscht rund um die Karl-Heine-Straße im Westen: im Westwerk gibt es den Second-Hand-Laden Garderobe.

Auf dem Weg von Leipzig nach Dresden haben wir Halt in Radebeul gemacht, um das DDR Museum zu besuchen. Es ist liebevoll und detailliert konzipiert und bietet über Alltagsgegenstände einen großen zeitgeschichtlichen Einblick. Danach wollten wir uns in der Konditorei Dolze mit einem Baumkuchen stärken, aber die hatte leider Betriebsferien.

Dresden könnte auch in Italien sein, aber dafür war das Wetter zu kalt. Bei La Traviata in der Semperoper fühlte ich mich wie in Pretty Woman, nur ohne das rote Kleid und den Schmuck, aber genauso gerührt und verliebt. Hoteltechnisch wurden wir in Dresden mehr als versöhnt: für 176 Euro (via booking.com) haben wir zwei Nächte im fünf Sterne Swissôtel geträumt, uns gefreut über eine Nespresso-Maschine plus Kapsel-Auswahl im Zimmer, bis wir herausgefunden haben, dass das Hotel zu Swissair und Nestlé gehört. Verrückt dieser Kapitalismus: da freut man sich über leckeren Kaffee und hat im gleichen Moment ein schlechtes Gewissen mal wieder so ein fieses Großunternehmen zu unterstützen. Nicht mehr darüber nachgedacht haben wir aber spätestens bei SKY Cinema im TV und in der Bio-Sauna des Spa-Bereichs Pürovel, den man als Gast kostenlos nutzen konnte. Nicht verpassen sollte man in Dresden das Hygiene Museum, gegründet 1912 vom Odol-Fabrikanten Karl August Lingner.

Kulinarisch war die Reise ein echtes Highlight, besonders für mich als Vegetarierin: in beiden Städten gab es eine Menge rein vegetarische Restaurants. In Leipzig waren wir im zest (Reservierung empfohlen), dort gab es lecker belgisches Bier, sowie vegetarisches Schnitzel und Braten mit tollen Soßen, ein perfekter Ort für Leute, die den Geschmack von Fleisch mögen, aber aus Überzeugung keines essen. In Dresden wollten wir in Devil´s Kitchen, was aber unerwartet am Sonntag geschlossen hatte, so sind wir ausgewichen in den Burgermeister, der ok war, aber die Pommes Frites waren gewürzt mit Glutamat und der Ketchup kam aus einer Plastikschale.

Frühstücken gehen ging in Dresden auch richtig gut: im Blumenau und im Café Neustadt waren die Brötchen frisch und warm, die Eier weich und das Obst nicht nur Beilage. Super Kaffee gibt´s im tanteleuk, ich verspeiste dort die leckerste "Schöne Helen" (Apfelkuchen mit Feigen) überhaupt. Ihr seht: ich habe nur Kaffee, Kuchen und Kultur gemacht die tollen Tage, ohne Kater, mit wunderbaren Eindrücken. Nächstes Jahr vielleicht wieder im Kostüm.







4.2.13

Guten Tag Fraktus

Damals war ich natürlich noch zu klein für Fraktus. Aber zum Glück sind sie zurück. Eine erste Träne lief mir über die Wange, als sie in All die armen Menschen auch meine Heimatstadt Wilhelmshaven besangen. Und die Zeile: "Bitte antworten Sie mit Stern." sagt doch irgendwie alles über unsere Zeit. Beeindruckt war ich vom Querflötenspiel des Torsten Bage (Heinz Strunk), von den futuristischen Klangkörpern des Dicki Schubert (Rocko Schamoni) und darüber, wie Bernd Wand (Jaques Palminger) den Drumcomputer ausgepeitscht hat. Lichtstäbe sind total in. Wand hatte so eine Art Bass, wo vorne Licht rauskam, so was ähnliches hatte ich auch schon bei Lady Gaga gesehen. Das beste aber: die Outfits. Starkstrom-Overalls mit blinkenden Schutzmasken- don´t fake the power.

Leggings: Maison Martin Margiela for H+M


3.2.13

Erdäpfelwuzerl

Durch die liebe Corinna bin ich auf dieses tolle Kochbuch aufmerksam geworden, habe es mir zu Weihnachten gewünscht und bekommen. Das Kochbuch ist in Jahreszeiten unterteilt, hat aber auch einen "Jederzeit"-Abschnitt, darunter fallen die Schupfnudeln, die ich bisher immer nur fertig aus dem Kühlregal besorgte, mir aber auch so schon tierisch gut schmeckten.

Als ich noch einen halben Sack Kartoffeln rumliegen hatte, wurde das Kochbuch also eingeweiht: der erste Fehler. Ich hatte festkochende Biokartoffeln da, es sollten aber schon mehlige sein für so einen Kartoffelteig, aber na ja, einigermaßen hat es doch geklappt. Dazu gab es rote Paprika, Sellerie, Zwiebeln, Knoblauch, Gewürze, alles in der Pfanne gebraten und zum Schluss körnigen Frischkäse drüber.

Hier nun das Rezept für Schupfnudeln, aus dem Kochbuch Österreich vegetarisch, Seite 234:

750 g mehlige Kartoffeln, am Vortag mit Schale gekocht
300 g Mehl
1 Tl Salz
Prise Muskatnuss
2 Eigelb
60 g flüssige Butter

Kartoffeln schälen und stampfen, mit Mehl, Gewürzen, Eigelb und Butter rasch mit den Händen zu einem glatten Teig verarbeiten, in Frischhaltefolie wickeln, eine Stunde in den Kühlschrank legen.

Auf einer bemehlten Arbeitsfläche fingerdicke Rollen formen, ca. 6 cm lange Stücke abschneiden, zwischen den Händen rollen und die Enden spitz zulaufen lassen.

Nun entweder in kochendes Salzwasser geben und 8-10 Minuten auf kleiner Flamme ziehen lassen,

oder in halb Butter halb Öl knusprig braten.

Guten Appetit!

2 Eigelb? Dann ist doch zwei Mal Eiweiß über, das ich ungern einfach wegkippe, also Eischnee draus quirlen, Zucker und Zuckerherzchen rein und kleine Häufchen auf ein Backpapier-Backblech formen. Bei ca. 120 Grad 60 Minuten trocknen lassen. Das Baiser sollte nicht braun werden, lieber kleinere Temperatur und länger backen lassen. Süß!