30.3.14

Café Südstadt

In letzter Zeit tut sich einiges in Sachen Koffein in der Südstadt.

Nicht, dass das Angebot klein gewesen wäre, da ist beispielsweise  der Klassiker: das Café Römerpark, das südamerikanische Café Sur an der Lutherkirche, der Italiener Formula Unodie schöne zweistöckige Leuchte und super Kuchen zum Kaffee gibt´s bei Dehly&deSander.

Jetzt ist Wiener Charme dazugekommen im Kaffeehaus Einspänner und eine Kaffeerösterei: Ernst. Beide auf der einst so hässlichen Bonner Straße, wo ich drei Jahre (anscheinend zu früh!) gelebt habe. 

Da hat sich das Café Walter (Foto) An der Bottmühle gedacht, es muss ein neuer Anstrich her und umfassend renoviert.

26.3.14

Rüfüs - tonight



20.3.14

Zimmer frei

Diesen Sonntag (23.03.) bei Zimmerfrei: Fernsehkoch Nelson Müller. Wie immer 22:15 Uhr im WDR Fernsehen.

Brille: Etnia Barcelona

10.3.14

Wasserwellen

Ja, ich trage eine Perücke. Also als Assistentin bei Zimmerfrei. Aber erst seit Neuestem. Die ersten sechs Jahre wurden meine eigenen Haare eingedreht, gelegt, gequetscht, und mit einer Dose Haarspray fixiert. Das ist einfach zu aufwendig. Bei Peggy Bundy war das übrigens auch so bevor sie ihre typische Perücke bekam, ihr wurden in der ersten Staffel von Eine schrecklich nette Familie die eigenen Haare toupiert. Und das schädigt schon das Haupthaar. Also hat die Maskenbildnerin Constanze Freriks mir eine Perücke angefertigt - in blond. Na ja, was soll ich sagen: Götz steht auf blond und ich bin mit der Veränderung einverstanden. Über Constanze hat der WDR ein Jobporträt gedreht in dem sie mich zurecht macht.

Das Video seht Ihr hier.

Foto: screenshot copyright WDR 

7.3.14

blau machen





























Blau machen statt blau sein - das war dieses Jahr mein Karnevalsmotto, also ab auf die Malediven!

Die Farbe Blau ist ja gerade in aller Munde. Nicht zuletzt natürlich mit Vermerk auf den Künstler Yves Klein. Erstmals hat das Yves Klein Archiv, in Vertretung seiner Erben, einer Marke genehmigt den patentierten Farbton zu verwenden, bzw. damit zu werben, denn eigentlich ist das Pigment ja sehr deckend: Die Brillenfirma etnia Barcelona hat die International Klein Blue Collection rausgebracht. Ziemlich passend zu meiner Reise habe ich ein Modell von einer PR-Firma geschenkt bekommen.

Die Malediven, also ich kann natürlich nur für eine kleine Insel von 700 m Länge sprechen, sind traumhaft schön. Das Bungalow 10 m vom Strand entfernt, dazwischen spenden Palmen Schatten und frische Kokosnüsse. Andererseits ist es schon absurd, wie künstlich alles angelegt ist. Gegen die Insekten wird Gift gesprüht und man wundert sich, wie türkis und wunderbar das Wasser ist, wo doch die meisten Abfälle der Inseln im Meer "entsorgt" werden. Dass es sich um einen islamischen Inselstaat handelt merkt man daran, dass statt der Bibel der Koran in der Schublade liegt, ein Aufkleber auf dem Tisch die Richtung gen Mekka anzeigt und mittags der Wind die Gebete der Hotelangestellten an den Strand trägt. Mit Einheimischen kommt man nicht in Kontakt, die Hotelangestellten leben auf Inseln, wo keine Touristen hinkommen. Religionsfreiheit ist ausgeschlossen.

Ich habe im Restaurant gesehen, wie ein Frau, die eine Burka trägt, isst. Am Strand lagen Touristinnen oben ohne obwohl es ausdrücklich verboten ist. Die ausschließlich männlichen Kellner tragen Wickelröcke, so genannte mundu. Während ich meine Schminke komplett Zuhause gelassen habe, sind die vielen Russinen immer perfekt gestylt.

Interessanterweise habe ich besonders genossen, eine Woche lang mal keine Autos zu sehen. Und endlich hatte ich wieder richtig Zeit zum Bücher lesen: "Bestattungen eines Hundes" von Thomas Pletzinger auf Empfehlung von @madamdatam und "Angezogen" von Barbara Vinken, das mir mein lieber Kollege Hakan zum Geburtstag geschenkt hat.

In Pletzingers Geschichte bin ich erst nicht so richtig durchgestiegen aber ab der Hälfte wollte ich nur noch wissen, wie es weitergeht - eine spannende Liebesgeschichte (und ich mag, wenn Autoren sich nicht zu fein sind, für Ergänzungen und eine weitere Ebene in Klammern).

Vinken ist trotz des wissenschaftlichen Anspruchs sehr gut zu lesen. Hier ein Zitat, das mir gefällt, in Bezug auf die scheinbare Gleichgültigkeit bei Kleidung:

"Die nicht gespielte, sondern fast aggressive Gleichgültigkeit gegen die äußere Erscheinung, die im Trend liegt, hat mit dieser Coolness nichts zu tun. Coolness ist ein Umgang mit Wirkung; diese Gleichgültigkeit verleugnet Wirkung um einer Essenz willen und führt zu einer eigentümlichen Stillosigkeit. Der Anspruch, um seiner unverstellten Authentizität willen genommen zu werden, wie man ist, hat etwas merkwürdig Narzisstisches. Ebenso trotzig wie unelegant besteht man darauf, in höherer Mission unterwegs zu sein. Man hat Wichtigeres zu tun, als sich mit nichtigen Frivolitäten zu beschäftigen und kann keine Zeit damit verschwenden, dem anderen zu gefallen - oder ihn zu schockieren. Sich in ein ansprechendes Verhältnis zum anderen zu setzen, ihn zu amüsieren, zu reizen, auf Distanz zu halten, raumgebend und raumschaffend zu sein - das ist der Sinn von Mode." (S. 106 f.)