13.4.15

Gender at work

lch arbeite in einer Männerdomäne. Das Fernsehen, aber besonders die Entwicklung von Spielen, sind von Männer geprägt. Ob Spiele im Allgemeinen Männersache sind, ist eine eigene Untersuchung wert. Meine Oma war bei uns Zuhause immer die beste Skat-Spielerin, aber sobald es um Kneipenspiele, wie das Bierdeckel-Flippen geht, bin ich raus. In all den Jahren habe ich in der Spieleentwicklung nur eine Kollegin kennengelernt. Warum ich etwas dazu schreiben möchte: Ich bin bemüht, keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu machen, aber bei der Arbeit fallen mit eben diese ganz stark auf. Vielleicht geht es auch gar nicht darum, Unterschiede zu eliminieren, sondern beide Seiten zu achten. Frei nach meinem Motto: "Natürlich sind Frau und Mann nicht gleich, aber gleich gut!" Ist man zahlenmäßig in der Unterzahl ist das aber nicht immer leicht. Die Spiele, die ich mir ausdenke, sind lustig, nett und lieb, die der Männer sind hart, Kampf, Battle. Das ist auch in Ordnung, aber ich will nicht akzeptieren, dass liebe, kleine, lustige Spiele weniger großartig sind. Wenn ich mit den Männern alleine spiele, passe ich mich ihnen an. Es geht um ihre Themen. Wenn wir eine neue Idee haben, sind alle sofort Feuer und Flamme es auszuprobieren, zu optimieren, sich mit den anderen zu messen und sie vergessen alles um sich herum. Manchmal bewundere ich diese Fokussierung. Ich bin beim Ausprobieren oft schon gedanklich damit beschäftigt, wie man das Ganze am besten zu Papier bringen kann. Sobald eine weibliche Kollegin dazukommt, verändern sich automatisch unsere Themen. Sie und ich reden über die neue Couch, das Sale bei COS ist, oder ob sie schon mal Müsli mit Chiasamen gegessen hat. Ich fühle mich wohl, kann ich doch zu diesen Themen viel beitragen, sie interessieren mich. Sobald ein Kollege unsere Gespräche mithört, kommen sofort abwertende Kommentare: "Mädchenkram!" Warum ist das so? Ist es eine Abwehrhaltung, weil es um Themen geht, wo sie nichts beitragen können? Wenn wir über "ihre" Themen, wie Internet-Hypes, Griechenland oder die neuen Kickstarter-Projekte sprechen, mache ich doch auch keine abwertenden Bemerkungen. So komme ich manchmal zu dem Schluss: Ich würde gerne mit mehr Frauen zusammenarbeiten. Andererseits ist der Umgang mit meinen männlichen Kollegen so herrlich unkompliziert und direkt: Als ein Praktikant einmal (unwissend und ungefragt) meinen "Little miss fucking sunshine"-Becher benutzte, sagte ich ihm lachend: "Hallo?! Das geht ja gar nicht! Erster Tag hier und schon meinen Becher klauen!" Bei einer Praktikantin hätte ich vielleicht nichts gesagt oder sowas wie: "Du ... eigentlich ist es nicht wichtig, aber aus dem Becher trinke ich immer ..."

Foto via Sibylle Berg tweet 

5.4.15

Willow Tee with a Willow tree

Willow habe ich hier vor vier Jahren schon mal vorgestellt. Mittlerweile ist er Pro Skater in den USA, als einziger Deutscher.

Unter dem Label germanhammerking (so wird er da drüben genannt) macht er mittlerweile noch mehr mit Holz: Möbel und T-Shirts (siehe Foto) mit Willow trees, also Weiden drauf, selbst gezeichnet. Die gibt´s hier.

Maske: Wintercroft